Albert Hofmann: die Entdeckung von LSD-25

Albert Hofmann & LSD:


Der erste LSD Rausch und Albert Hofmann. 

Den meisten Drogen interessierten oder Psychonauten wird dieser Name sofort etwas sagen. Bevor wir allerdings näher auf seine Forschung bzw. auf seinen Selbstversuch von LSD-25 eingehen, kläre ich die Grund liegenden Fragen rund um Albert Hofmann. Er wuchs als ältestes von insgesamt vier Geschwistern auf und musste sich deshalb frühzeitig mit um die Versorgung der Familie und seiner Geschwister kümmern. Deshalb absolvierte er bereits im jungen Alter eine Kaufmännische Ausbildung und investierte sehr viel Zeit in seine Lehre und die Versorgung seiner Geschwister, Mutter und seines mittlerweile schwer erkrankten Vaters. 1925 begann er sein Chemiestudium an der Universität in Zürich. Im Jahr 1943 war es dann soweit, Albert Hofmanns Durchbruch und gleichzeitig die Entdeckung von LSD-25. Was viele nicht wissen, Hofmann hatte bereits fünf Jahre zuvor LSD-25 synthetisiert. Damals hatte er sich jedoch nicht weiter mit dieser Substanz beschäftigt, da anfänglich kein Nutzen für den Menschen in Aussicht war.

Am Freitag, dem 16. April 1943, war es dann soweit.

Albert Hofmann synthetisiert nochmals LSD-25 aus dem Mutterkornpilz (Claviceps purpurea). Die Absicht dahinter war es, ein neues und kreislaufstimulierendes Medikament zu entwickeln. Während seiner normalen Tätigkeiten im Chemielabor, fühlte er sich plötzlich merkwürdig.



An diesem Freitag kam Hofmann unfreiwillig in Kontakt mit LSD-25, er wusste nicht wie im geschah. Zwar kam er an diesem Tag nur mit einer sehr geringen Dosis in Berührung, allerdings reichte es voll und ganz um seine Neugierde zu wecken. Die unfreiwillig entstandene Wirkung von Übelkeit und starker innerer Unruhe zwang ihn an diesem Tag frühzeitig das Labor zu verlassen.

„Zu Hause legte ich mich nieder und versank in einen nicht unangenehmen, rauschartigen Zustand, der sich durch äußerst angeregte Phantasie kennzeichnete.“

 Zitat: Albert Hofmann, Arbeitsbericht an seinen Vorgesetzten

Während Hofmann versuchte sich zu beruhigen folgten langsam erste Anzeichen von Halluzinationen, CEV‘s (Closed Eye Visions) und seltsam intensiven Gefühlen und Gedanken. Er war immer sehr vorsichtig wenn es um Experimente mit der Mutterkornsubstanz geht, weshalb er auch so überwältigt von der plötzlichen Wirkung war. Keiner seiner Freunde oder Kollegen konnte sich zu dieser Zeit verstellen, dass sich LSD-25 durch die Haut resorbiert. Am nächsten Tag realisierte er erst, was er für eine enorm wirksame Substanz synthetisiert und entdeckt hat. Am darauffolgenden Wochenende entschied sich Albert Hofmann, für seinen berühmten Selbstversuch, am darauf folgenden Montag.

 

Lt. Hofmanns Berechnungen wäre eine spürbare Wirkung erst mit 0,25 Milligramm möglich. Später stellte er erst fest, dass diese Dosis bereits eine starke Rausch Erfahrung hervorruft und seine Berechnungen fehlerhaft waren. Direkt nach der Einnahme macht sich der Chemiker daran, den Selbstversuch genau zu protokollieren. Schnell musste er allerdings feststellen, dass ihm das schreiben und konzentrierte denken enorm schwer fiel. Bereits drei Stunden nach Einnahme musste er seine Laborantin (Susi Ramstein) bitten, ihn nach Hause zu begleiten.


LSD | Tripbericht | Zitate:

„Schon auf dem, Heimweg mit dem Fahrrad nahm mein Zustand bedrohliche Formen an. Alles in meinem Gesichtsfeld schwankte und war verzerrt wie in einem gekrümmten Spiegel.“

 Zitat: Albert Hofmann, Protokoll seines Selbstversuchs

„Jetzt begann ich allmählich, das unerhörte Farben- und Formenspiel zu genießen, Kaleidoskop artig verändernd drangen bunte phantastische Gebilde auf mich ein.“

 Zitat: Albert Hofmann, Protokoll seines Selbstversuchs

„Die Menschen und deren Gesichter verformten und verzerrten sich unbändig.“

 Zitat: Albert Hofmann, Protokoll seines Selbstversuchs

„Ein Gefühl von Wohlbehagen und neuem Leben durchströmte mich.“

 Zitat: Albert Hofmann, Protokoll seines Selbstversuchs

„Als ich später in den Garten hinaustrat, in dem nach einem Frühlingsregen nun die Sonne schien, glitzerte und glänzte alles in einem frischen Licht. Die Welt war wie neu erschaffen.“

 Zitat: Albert Hofmann, Protokoll seines Selbstversuchs


Zuhause legte Hofmann sich hin und versuchte sich trotz anhaltender Wirkung und stärker werdenden Halluzinationen zu entspannen. Am nächsten Morgen stellte er Bemerkenswert fest, dass er sich trotz des intensiv erlebten Rausches an alle Einzelheiten des Erlebten erinnern konnte. Nach diesem Selbstversuch war Albert Hofmann erst bewusst, dass er das stärkste Halluzinogen der Welt entdeckt hat. Sofort erkannte er das Potential der Substanz in der Psychotherapie, weshalb auch 1949 bereits das LSD-25 enthaltende Präparat „Delysid“ in den Handel kam. Kurz darauf entdeckte die neu entstandene Hippie Bewegung diese psychoaktiv wirkende Substanz für sich. Deshalb wurde LSD ab Mitte der 1960-Jahre nach und nach weltweit verboten. Seitdem wurden auch die meisten Forschungen an LSD-25 abgebrochen und teilweise sogar verboten. 

 

Albert Hofmann musste die Veränderung, seiner entdeckten Substanz, widerstandslos mit anschauen. Durch die bekannte Hippie Bewegung ist die Substanz letztendlich bis heute verboten und verrufen. Hofmann selbst konsumierte trotzdem noch Jahre lang LSD-25 im Mikrogramm Bereich. Meistens nicht als Rauschmittel,  sondern als lebensverbesserndes und bewusstseinserweiterndes Medikament.

 

Albert Hofmann starb im alter von 102 Jahren am 29. April 2008.

Team: Psychoaktiv-Brain


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Kommentare: 1
  • #1

    Psychonaut36 (Dienstag, 08 Januar 2019 15:08)

    *_*