Substanz und Synonyme: Kokain

Cocain

Coke

White Stuff

Schnee

Snow

Coco

C

Charley

Koks


Enthaltene Wirkstoffe: 

Chemisch-strukturell gehört der Wirkstoff Kokain zu den Tropan-Alkaloiden und ist ein Derivat von Benzoesäure und Ecgonin, einer in den Blättern des Cocastrauchs enthaltenen Substanz.


Nachweisbarkeit:

Urin: 

Kokain an sich ist im Urin nur Wenige Stunden nachweisbar, das Abbauprodukt Benzoylecgonin allerdings bis zu 4 Tage.

 

Blut:

Kokain an sich ist im Blut zwischen 6 und 24 Stunden nachweisbar, das Abbauprodukt Benzoylecgonin allerdings 2 bis 3 Tage.

 

Haarprobe:

In allen Körperhaaren ist Kokain und Benzoylecgonin praktisch zeitlich unbegrenzt nachweisbar!


Aussehen und Vorkommen:

 

 

Kokain:

kommt normalerweise in pulver Form (Kokainhydrochlorid) vor. Das Pulver ist anders als bei Amphetamin, geruchlos und hat einen bitteren Geschmack. 


Konsumvarianten:

 

Der nasale Konsum:

Die Wirkung setzt ca. 2-5 Minuten nach dem Konsum ein und hält ca. 40-90 Minuten an.

Der intravenöse Konsum:

Die Wirkung setzt bereits nach wenigen Sekunden ein und hält ca. 20-40 Minuten an.


Wirkungen:

 

Bei dem Konsum jeder Substanz kommt es immer auf das

Set (inneres Wohlbefinden) und Setting (Einfluss der Umgebung) an.

Deshalb ist es besonders wichtig immer die richtige Ausgangssituation zu haben.

Die perfekte hingegen kann es niemals geben, Drogen wirken immer

unterschiedlich, kein Trip ist wie der andere.

Kokain erhöht die Konzentration der Botenstoffe Noradrenalin, Serotonin und vor allem Dopamin im synaptischen Spalt zwischen den Nervenzellen im Gehirn, indem es deren Wiederaufnahme in die Nervenzellen hemmt. Eine erhöhte Dopaminkonzentration bewirkt, dass bestimmte Tätigkeiten und Ereignisse mit Belohnungsgefühlen verknüpft werden, so dass man diese wiederholen möchte.

 

Es kommt zu einer Beschleunigung des Stoffwechsels und der Atmung, der Puls wird schneller, Blutdruck und Körpertemperatur steigen an, die Pupillen sind erweitert, Hunger, Durst und Müdigkeit werden unterdrückt und das Schmerzempfinden vermindert. Die Konzentration sowie die Aufmerksamkeit wird erhöht und es kommt zur Euphorie, zu stark gesteigertes Selbstvertrauen, Ausgelassenheit, Wegfall von Hemmungen und Ängsten und zu einer erhöhten Risikobereitschaft.


Kurzzeitnebenwirkungen:

 

Bei Nebenwirkungen gilt immer, direkt bei den ersten Anzeichen

von Unwohlsein oder unerwünschten physischen- und/oder psychischen Wirkungen sofort   Kopf-, Nacken- und Unterarme kühlen. Außerdem schnellstmöglich

eine ruhige Umgebung zum beispiel an der frische Luft aufsuchen.

Bekannte Kurzzeitnebenwirkungen, beim Konsum von Kokain:

 

  • Herzrasen
  • lang anhaltende Appetitlosigkeit
  • Kopfschmerzen
  • Übelkeit oder Erbrechen
  • Verengung der Blutgefäße
  • Angstzuständen oder Paranoia
  • Innere Unruhe
  • Nervosität
  • Schlafstörungen
  • erhöhte Reizbarkeit
  • Aggressionen
  • Koordinationsschwierigkeiten
  • Herzrhythmusstörung

Langzeitnebenwirkungen:

 


Bekannte Wechselwirkungen:

 

Der Mischkonsum von verschiedenen psychoaktiver Substanzen erhöht immer

das allgemeine Risiko des Konsums. Es werden teilweise die Wirkungen

verstärkt teilweise allerdings sogar gegenseitig unterdrückt.

Desweiteren sollte kein Mischkonsum betrieben werden,

da sich das Risiko sämtlicher Nebenwirkungen aller gemischten Substanzen

immer verstärkt. Wichtig ist, dass die Kombination von Substanzen welche

einer unterschiedlichen Wirkungs Gruppe unterteilt sind

immer ein enormes zusätzliches Risiko mit sich bringen.

  Kokain & Alkohol:

Die Alkoholwirkung wird unterdrückt wodurch das Risiko einer Alkoholvergiftung drastisch erhöht wird. Sehr große Belastung für Leber und Niere, zusätzlich eine sehr hohe Belastung für den Kreislauf.

 

 

 

Kokain & Cannabis:

Diese Kombination Erhöht das Risiko von Kreislaufproblemen sowie das Risiko von Angstzuständen. Der dauerhafte Mischkonsum beider Substanzen erhöht das Risiko einer Psychose.

 

 

 

Kokain & MDMA (Ecstasy):

Kokain mindert die MDMA Wirkung. Dies führt zu schnellerem nachzulegen, dadurch wird das Risiko einer Überdosierung beider Substanzen drastisch erhöht. Außerdem führt diese Kombination zu einer starken Herz- und Kreislauf-Belastung. Höheres Risiko zu überhitzen oder auszutrocknen.

  

 

  

Kokain & Halluzinogene (LSD,  etc.):

Erhöhung und zusätzliche Belastung des Kreislauf-Systems und erhöhte Herzfrequenz. Das Risiko von Atemlähmungen wird deutlich erhöht.


Bekannte Streckmittel:

 

Levamisol:

Als Beimengung zu Kokain tritt die Substanz in den letzten Jahren gehäuft auf. Verschiedene Nebenwirkungen, die im Zusammenhang mit Levamisol berichtet wurden, sind unter anderem: allergische Reaktionen (Schwierigkeiten beim Atmen, Anschwellen der Lippen, der Zunge, des Gesichts) und Beeinträchtigung des zentralen Nervensystems (z.B. Verwirrungszustände oder Bewusstlosigkeit, extreme Müdigkeit).

 

Lokalanästhetika:

Lokalanästhetika wie Lidocain und Procain werden beigemengt da der Geschmack und der lokalanästhetische Effekt dem Kokain sehr ähnelt. Es gibt Hinweise, dass die Kombination von Kokain mit Lokalanästhetika das Herz wesentlich stärker schädigt als Kokain alleine (Kardiotoxizität).

 

Phenacetin:

Phenacetin ist ein Aminophenol-Derivat, welches bis 1986 zur Schmerzbehandlung und Fiebersenkung eingesetzt wurde. Wegen seiner krebserregenden und insbesondere nierenschädigenden Wirkung in Kombination mit anderen Schmerzmedikamenten wurde es aus dem Handel genommen.


Rechtliche Situation:

 

Deutschland & Österreich & Schweiz:

In Deutschland, Österreich und der Schweiz ist der Kokain Konsum, Besitz, Erwerb und Handel illegal und somit verboten. Die Substanz unterliegt dem BTMG, deshalb werden alle Tätigkeiten im Zusammenhang mit dieser Droge, stark von den Behörden verfolgt und bestraft.


Safer Use:

 

Generelle Safer-Use Regeln:

-Vermeide es wenn du dich schlecht fühlst, bei dem Konsum jeder Substanz kommt es immer auf das Set (inneres Wohlbefinden) und Setting (Einfluss der Umgebung) an.

 

-Achte darauf was du kaufst, nutze bei Möglichkeiten diverse Drogen schnelltest oder Streckmitteltests. 

 

-Jungen Menschen, besonders unter 21 raten wir generell vom Konsum psychedelischer Substanzen ab.

 

-Vermeide grundsätzlich den Mischkonsum verschiedener psychoaktiver Substanzen, Wechselwirkungen sind immer Riskant und Unvorhersehbar.

 

-Sofort bei den ersten Anzeichen von Unwohlsein oder unerwünschten physischen- und/oder psychischen Nebenwirkungen sofort Kopf-, Nacken- und Unterarme kühlen. Außerdem gilt immer eine ruhige Umgebung und frische Luft aufsuchen.

 

 

Tipp:

Gespräche mit guten Freunden und/oder dem Partner

helfen aus jedem schlechten Trip!

 

 

Kokain Safer-Use Regeln:

 

-Bei Kokain ähnlichen Substanzen kann man oft nicht mit bloßem Auge erkennen, um welche Substanz es sich tatsächlich Handelt. Frage immer nach wenn dir etwas angeboten wird und wenn du dir unsicher bist, vermeide den Konsum.

 

 

-Kokain entzieht dem Körper enorm viel Flüssigkeit, achte deshalb darauf immer ausreichend Wasser zu trinken.

 

-Beim Konsum sollten immer Ruhepausen eingelegt werden.


Safer Sex:

 

Wirkt Kokain Konsum sexuell stimulierend, kann es vorkommen, dass Konsumenten Verhütungsmittel vergessen oder ignorieren. Achte immer auf geschützten Geschlechtsverkehr zum Schutz deines Geschlechtspartners und zu Selbstschutz zwecken.

 

Feminin Special:

Frauen welche regelmäßig Kokain konsumieren, schaden und verändern dauerhaft ihren Hormonhaushalt. Dadurch können die Menstruationsschmerzen deutlich verstärkt werden, der Monatszyklus kann sehr schnell gestört werden (unregelmäßige oder komplett ausbleibende Periode) und die Fruchtbarkeit kann beeinträchtigt werden.

Frauen welche die Anti-Baby-Pille zu sich nehmen und Kokain konsumieren, gehen außerdem ein (zwar geringes) Risiko ein, dass die verhütende Wirkung der Pille ausbleibt. 


Quellen:

 







Haftungsausschluss:

Diese Seite bietet lediglich theoretische Informationen über psychogene Substanzen an. Informationen darüber wurden sorgfältig meist auf Basis wissenschaftlicher Quellen recherchiert. Für ihre Richtigkeit kann aber keine Haftung übernommen werden. Angaben zur Rechtslage können veraltet oder fehlerhaft sein, recherchiert diese also selber nach! Zu keinem Zeitpunkt ruft diese Seite zum aktiven Drogen kaufen illegaler Substanzen, deren Konsum oder etwaig illegalen Handlungen auf. Bitte informiert euch selbständig der Eigenverantwortung gemäß über die vorherrschende Rechtslage in eurem aktuellen Wohnland und handelt ausschließlich gesetzeskonform unter Beachtung der Safer-Use-Regel. Es wird keine Haftung für etwaig fehlerhafte Angaben zu Dosierung, Wirkung, Nebenwirkung, Erfahrungsberichten und sonstigen Informationen zu Drogen übernommen. Dieser Infoblog rät im Zweifelsfall bei unklarer Rechtslage selbst vom legalen Drogen bestellen ab. Liegt dies außerhalb des Willenshorizontes des Lesers, so sei dringend Safer-Use und autodidakte Selbstrecherche vor dem Konsum angeraten.Bist Du dir über dein Konsummuster im Unklaren oder befürchtest, abhängig geworden zu sein, so empfehlen wir die Konsultierung deines Hausarztes und das Aufsuchen einer Drogenberatungsstelle.