Substanz und Synonyme: MDMA

3,4-Methylendioxy-N-Methylamphetamin (wissenschaftlicher Name)

Ecstasy

Teilchen (Teile)

Dinger

Pillen

Emma

Molly

XTC


Enthaltene Wirkstoffe: 

Der Wirkstoff welcher bei Ecstasy oder MDMA meisten gemeint ist, ist 3,4-Methylendioxy-N-Methylamphetamin (kurz MDMA) .


Nachweisbarkeit:

Urin: 

MDMA ist im Urin ungefähr 2-6 Tage nachweisbar.

 

Blut:

MDMA ist im Blut bis zu 24 Stunden nachweisbar.

 

Haarprobe:

In allen Körperhaaren ist MDMA wie fast jede andere psychoaktive Substanz praktisch zeitlich unbegrenzt nachweisbar!


Aussehen und Vorkommen:

 

 

Ecstasy (MDMA in Tabletten- oder Pillen-Form):

kommt normalerweise in verschiedenen Größen , Farben und Formen als gepresste Tabletten vor. MDMA in dieser Konsum- und Aussehens-form (oral, als Ecstasy-Tabletten), ist die am weit verbreitetste und bekannteste Form von MDMA (Ecstasy) weltweit.

 

MDMA:

kommt normalerweise in verschieden, großen Kristallen, welche (meistens) weiß oder braun sind, vor. Manchmal, allerdings eher selten, wird MDMA auch direkt als feines Pulver angeboten oder Konsumiert. 


Konsumvarianten:

 

Der nasale Konsum:

Die Wirkung setzt ca. 4-15 Minuten nach dem Konsum ein und hält ca. 1-3,5 Stunden.

Der orale Konsum:

Die Wirkung setzt ca. 20-60 Minuten nachdem Konsum ein und hält ca. 4-6 Stunden.


Wirkungen:

 

Bei dem Konsum jeder Substanz kommt es immer auf das

Set (inneres Wohlbefinden) und Setting (Einfluss der Umgebung) an.

Deshalb ist es besonders wichtig immer die richtige Ausgangssituation zu haben.

Die perfekte hingegen kann es niemals geben, Drogen wirken immer

unterschiedlich, kein Trip ist wie der andere.

Der Konsum bewirkt eine erhöhte Ausschüttung der körpereigenen Botenstoffe Serotonin, Noradrenalin und in geringerem Maße Dopamin. Außerdem hemmt es die Serotonin Wiederaufnahme.

 

Mögliche empathogene ("mitfühlende") Wirkung:

Steigerung der Kontaktfreudigkeit, große Offenheit und erhöhtes Einfühlungsvermögen, Gefühl von Harmonie, Verliebt-sein und Vertrautheit mit anderen.

 

Mögliche entaktogene ("das Innere berührende") Wirkung:

intensiveres Erleben der eigenen Gefühle, Gefühl innerer Ausgeglichenheit, Loslösung von Ängsten.

 

Leicht stimulierende Wirkung:

erhöhter Puls und Blutdruck, gesteigerter Bewegungsdrang,  hohe Körpertemperatur, erweiterte Pupillen, Bedürfnisse wie Essen, Trinken, Schlafen werden zurückgestellt.

 

Außerdem:

Euphorie, erhöhte Mitteilungsbereitschaft, gesteigertes Berührungsempfinden, verändertes Hör- und Sehvermögen. Vor allem beim Einsetzen der Wirkung kann es zu Kribbeln in den Gliedmaßen und Schwindelgefühlen kommen.


Kurzzeitnebenwirkungen:

 

Bei Nebenwirkungen gilt immer, direkt bei den ersten Anzeichen

von Unwohlsein oder unerwünschten physischen- und/oder psychischen Wirkungen sofort   Kopf-, Nacken- und Unterarme kühlen. Außerdem schnellstmöglich

eine ruhige Umgebung zum beispiel an der frische Luft aufsuchen.

Bekannte Kurzzeitnebenwirkungen, beim Konsum von MDMA sind:

 

  • Trockener Mund
  • Verkrampfen der Kiefermuskulatur
  • Kopfschmerzen
  • Schwitzen
  • Muskelkrämpfe
  • Übelkeit
  • Brechreiz
  • Augenflackern
  • Unterdrückung des Harndrangs
  • Lungenkollaps durch eingeschränkte Atmung
  • Krampfanfälle
  • Hyponatriämie (zu wenig Salz im Blut)
  • Durchblutungsstörungen des Herzens

Langzeitnebenwirkungen:

 

Nach Absetzen der Substanz kann es einige Monate dauern, bis der Serotoninvorrat des Körpers wieder auf dem ursprünglichen Niveau ist. Durch längeren Gebrauch kann es zu Störungen des (Kurzzeit)Gedächtnisses, körperlicher Auszehrung, Konzentrations- und Schlafstörungen, Schädigung der Magenschleimhaut und des Herzens sowie zu Nieren- und Leberschäden kommen. Je nach Dosis und Häufigkeit des Konsums sind eine Toleranzausbildung sowie die Entwicklung einer psychischen Abhängigkeit möglich.


Bekannte Wechselwirkungen:

 

Der Mischkonsum von verschiedenen psychoaktiver Substanzen erhöht immer

das allgemeine Risiko des Konsums. Es werden teilweise die Wirkungen

verstärkt teilweise allerdings sogar gegenseitig unterdrückt.

Desweiteren sollte kein Mischkonsum betrieben werden,

da sich das Risiko sämtlicher Nebenwirkungen aller gemischten Substanzen

immer verstärkt. Wichtig ist, dass die Kombination von Substanzen welche

einer unterschiedlichen Wirkungs Gruppe unterteilt sind

immer ein enormes zusätzliches Risiko mit sich bringen.

  MDMA & Alkohol:

Beide Substanzen entziehen dem Körper verstärkt Flüssigkeit. Im Mischkonsum wird das zusätzlich verstärkt und es erhöht das Risiko einer Austrocknung extrem.

 

 

 

MDMA & Cannabis:

Dieser Mischkonsum stellt eine zusätzliche große Belastung für den Kreislauf da. Außerdem kann Cannabis die MDMA-Wirkung zusätzlich verstärken.

 

 

 

MDMA & Upper (Speed, etc.):

Die meisten Upper wie Speed oder Crystal-Meth, mindern die MDMA-Wirkung. Das sorgt für ein schnelleres Nachlegen wodurch das Risiko einer MDMA-Überdosierung drastisch erhöht wird. Die stimulierende Wirkung beider Substanzen bleibt trotzdem erhalten, was zu einer starken Belastung der Herz-Kreislaufsystems führt. Das Risiko zu überhitzen wird ebenfalls erhöht.

 

  

MDMA & Halluzinogene (LSD,  etc.):

Der gleichzeitige Konsum von MDMA oder Ecstasy und Halluzinogenen verstärkt die schädliche Wirkung von MDMA auf das serotonerge System im Gehirn. Diese Kombination (vor allem mit LSD) ist unter dem Synonym "Candy-Flip" bekannt. Es verstärkt die Wirkung vom MDMA und lässt die halluzinogene Wirkung leicht in den Hintergrund treten.


Bekannte Streckmittel:

 

In Kristall-Form ist die Wahrscheinlichkeit, dass das MDMA gestreckt ist geringer. Sobald es in Pulver-, Tabletten- oder Kapsel-Form angeboten wird, ist natürlich auch das Risiko anderer Streckmittel erhöht. Vor allem die, besonders beim feiern und in Clubs, beliebten Ecstasy-Tabletten werden mit am stärksten von allen bekannten illegalen psychoaktiven Substanzen gestreckt und verändert. Bei MDMA bzw. Ecstasy sollte man immer Vorsichtig sein, es gibt zu viele (unter anderem giftig- oder krebserregende-Stoffe) Streckmittel und man kann nie wissen, was und wie viel in einer Tablett enthalten ist. 


Rechtliche Situation:

 

Deutschland & Österreich & Schweiz:

In Deutschland, Österreich und der Schweiz ist der MDMA oder Ecstasy Konsum, Besitz, Erwerb und Handel illegal und somit verboten. Diese Substanz unterliegt dem BTMG, deshalb werden alle Tätigkeiten im Zusammenhang mit dieser Droge, stark von den Behörden verfolgt und bestraft.

Weltweite Statistik:

*nach Städten mit den meisten polizeilich dokumentierten MDMA-Vorfällen


Safer Use:

 

Generelle Safer-Use Regeln:

-Vermeide es wenn du dich schlecht fühlst, bei dem Konsum jeder Substanz kommt es immer auf das Set (inneres Wohlbefinden) und Setting (Einfluss der Umgebung) an.

 

-Achte darauf was du kaufst, nutze bei Möglichkeiten diverse Drogen schnelltest oder Streckmitteltests. 

 

-Jungen Menschen, besonders unter 21 raten wir generell vom Konsum psychedelischer Substanzen ab.

 

-Vermeide grundsätzlich den Mischkonsum verschiedener psychoaktiver Substanzen, Wechselwirkungen sind immer Riskant und Unvorhersehbar.

 

-Sofort bei den ersten Anzeichen von Unwohlsein oder unerwünschten physischen- und/oder psychischen Nebenwirkungen sofort Kopf-, Nacken- und Unterarme kühlen. Außerdem gilt immer eine ruhige Umgebung und frische Luft aufsuchen.

 

 

Tipp:

Gespräche mit guten Freunden und/oder dem Partner

helfen aus jedem schlechten Trip!

 

 

MDMA bzw. Ecstasy Safer-Use Regeln:

 

Risiko der Überhitzung !

Mach öfter Tanz- und Erholungspausen im Chill Out oder in einem anderen, kühleren Bereich. Trage möglichst keine Kopfbedeckung (außer in der Sonne).

 

 

 

Bei Überhitzung:

die betroffene Person hinsetzen (möglichst an einem kühleren Ort) und falls nötig Beine kühlen, zu trinken geben, bei der Person bleiben.

 

 

 

Bei Überdosierung:

die betroffene Person möglichst in eine reiz-arme Umgebung (an die frische Luft, ins bequeme Bett, etc.) bringen und beruhigend auf sie einwirken.

 

Wenn keine Besserung eintritt, Rettungsdienst rufen !


Safer Sex:

 

Wirkt MDMA oder Ecstasy Konsum sexuell stimulierend, kann es vorkommen, dass Konsumenten Verhütungsmittel vergessen oder ignorieren. Achte immer auf geschützten Geschlechtsverkehr zum Schutz deines Geschlechtspartners und zu Selbstschutz zwecken.


Quellen:

 







Haftungsausschluss:

Diese Seite bietet lediglich theoretische Informationen über psychogene Substanzen an. Informationen darüber wurden sorgfältig meist auf Basis wissenschaftlicher Quellen recherchiert. Für ihre Richtigkeit kann aber keine Haftung übernommen werden. Angaben zur Rechtslage können veraltet oder fehlerhaft sein, recherchiert diese also selber nach! Zu keinem Zeitpunkt ruft diese Seite zum aktiven Drogen kaufen illegaler Substanzen, deren Konsum oder etwaig illegalen Handlungen auf. Bitte informiert euch selbständig der Eigenverantwortung gemäß über die vorherrschende Rechtslage in eurem aktuellen Wohnland und handelt ausschließlich gesetzeskonform unter Beachtung der Safer-Use-Regel. Es wird keine Haftung für etwaig fehlerhafte Angaben zu Dosierung, Wirkung, Nebenwirkung, Erfahrungsberichten und sonstigen Informationen zu Drogen übernommen. Dieser Infoblog rät im Zweifelsfall bei unklarer Rechtslage selbst vom legalen Drogen bestellen ab. Liegt dies außerhalb des Willenshorizontes des Lesers, so sei dringend Safer-Use und autodidakte Selbstrecherche vor dem Konsum angeraten.Bist Du dir über dein Konsummuster im Unklaren oder befürchtest, abhängig geworden zu sein, so empfehlen wir die Konsultierung deines Hausarztes und das Aufsuchen einer Drogenberatungsstelle.