Der Einfluss von Set und Setting auf den Rauschzustand.


Neben der Substanz sowie der Dosierung kommt es beim Drogenkonsum besonders auf das Set (der geistigen Verfassung) und das Setting (der Umgebung) des Konsumenten an. Wenn man bereits Erfahrungen mit psychoaktiven Substanzen gemacht hat, werden einem die beiden Szenen Ausdrücke „Set“ und „Setting“ bestimmt geläufig sein. Darunter versteht man die geistige Verfassung bzw. den geistigen Zustand und die äußerlichen Einflüsse der Umgebung. „Set“ steht in diesem Kontext für die Denkweise und geistige Haltung vor, nach und während dem Trip. Die Einflüsse der Umgebung so minimal sie auch sind, werden in der Szene als „Setting“ bezeichnet.

 

 

Nach dieser Lektüre wirst Du wissen, warum selbst Deine mentale Verfassung sowie Dein Umfeld während der Einnahme psychoaktiver Substanzen extrem entscheidend und ausschlaggebend ist. Außerdem wirst Du mehr über das allgemeine Zusammenspiel von Substanz, Dosis, Set und Setting (die entscheidendsten Faktoren beim Konsum) erfahren.

 

 

Die von der Substanz ausgehende Wirkung sowie die Dosisabhängige Wirkungsveränderung kann man als Konsument normalerweise immer relativ gut einschätzen. Die anderen beiden Trip entscheidenden Faktoren hingegen können eher schlecht eingeschätzt oder kalkuliert werden. Der geistige Zustand eines Menschen verändert sich nicht nur täglich, sondern Minütlich. Besonders während eines Rauschzustandes spielt die psychische Verfassung verrückt und kann sich schlagartig verändern. Mit dem Setting an sich ist nicht zwingend die materielle Umgebung oder Örtlichkeit des Konsumenten gemeint. Viel wichtiger ist der individuelle Einfluss der einzelnen Umgebungskomponenten auf den Konsumenten.


Substanz:

Jede psychoaktiv wirkende Substanz wirkt unterschiedlich und selbst bei derselben Substanz gilt, nicht jede Konsumeinheit derselben Substanz wirkt auch gleich. Drogenkonsum ist immer mit einem Gewissen Risiko verbunden. Die Bestimmung und Einschätzung einer Substanz ist


dennoch einfacher und unkomplizierter als viele denken. Bereits mit einer halbwegs gründlich durchgeführten Recherche kann man sich so ausreichend über eine Substanz informieren um diese anschließend bestimmen zu können. Informiert Euch immer ausreichend vor dem Erstkonsum einer neuen Substanz über Ihr jeweiliges Wirkungsspektrum.

 

Wenn Ihr Euch bei einer Substanz unsicher seid, informiert Euch auf Aufklärungsseiten wie zum Beispiel: Land der Träume, Eve&Rave, Drugscouts oder auch bei uns selbst.

 


Dosis - Die konsumierte Menge einer Droge:

Die Dosierung spielt natürlich ebenfalls eine enorme Rolle beim Rauschmittel Konsum. Allerdings verhält es sich bei diesem Punkt ähnlich wie schon bei dem Punkt Substanz. Die Menge des konsumierten Stoffes kann man sich normalerweiße immer selbst einteilen. Daher ist der Punkt Dosis ähnlich wie der Punkt Substanz, kalkulierbarer als das Set und das allgemeine Setting. Deshalb sollte man sich immer ausreichend über die jeweilige Substanz, die Dosierung und die Safer Use Regeln informieren.


Set - Die geistige Verfassung:

Wie bereits zuvor erwähnt, ist damit die geistige Verfassung des Konsumenten gemeint. Je nachdem, welche Substanz man zu konsumieren vorhat, ist es unterschiedlich wichtig in welcher psychischen Verfassung der Konsument bereits Stunden oder Tage vor dem eigentlichen Trip war. Hier gilt grundsätzlich, konsumiere nicht, wenn Du Dich schlecht, bedrückt, depressiv oder sonst irgendwie negativ fühlst. Der menschliche Geist bzw. die Psyche des Menschen ist viel zu komplex und leider auch noch viel zu unerforscht, wodurch sie niemals vorhersehbar sein kann. Das individuelle Set eines jeden Konsumenten kann nur durch seine eigene Denkweise und Einstellung verbessert oder verschlechtert werden. Zum besseren Verständnis teilen wir im Folgenden die gesamte geistige oder psychische  Verfassung, in die jeweilige mentale sowie körperliche Verfassung auf.

Was die mentale Verfassung betrifft, ist der psychische Gesamtzustand (bereits Wochen vor dem Konsum) äußerst ausschlaggebend. Psychedelische Substanzen und psychotrope Stoffe neigen alle dazu den Geisteszustand des Konsumenten teilweise sogar drastisch zu verstärken. Selbst wenn man mit nur einem winzigen negativen Gedanken seinen


Rausch startet, kann es schlagartig zu unerwünschten Nebenwirkungen bis hin zum sogenannten Horrortrip kommen. Während des Trips auf einer psychoaktiven Substanz ist es das beste einfach ruhig zu bleiben und sich auf das bewusstseinserweiternde Gefühl einzulassen. Es ist immer besonders wichtig, dass man als Konsument niemals versucht die Wirkung oder den Rausch zu kontrollieren. Man sollte sich immer von der Wirkung beeinflussen und mitziehen lassen. Trotzdem dabei immer aktiv und wachsam bleiben um nicht komplett die Kontrolle zu verlieren.

 

Anderseits ist der physische Zustand einer Person oder eines Konsumenten genauso wichtig, wie die jeweilige mentale Verfassung. Wenn man krank, erkältet, müde oder verletzt ist, sollte man auf den Konsum grundsätzlich verzichten. Auch körperliche Symptome wie Schmerzen werden durch Rauschmittel verstärkt, was zu einem negativen Erlebnis führen kann.

Deshalb ist es besonders wichtig das man als Konsument, sowohl mental als auch physisch, vor dem Rauschzustand immer gut gelaunt und erholt ist.


Setting - Die Umgebung des Konsumenten:

Der letzte entscheidende Faktor, der dafür sorgen kann, dass ein psychedelischer Trip als besonders positiv- oder negativ empfunden werden kann, ist die Umgebung bzw. das Setting. Die beste oder annähernd perfekte Umgebung für den Konsum psychoaktiver Substanzen wäre eine ruhige, vertraute und sichere Umgebung sinnvoll. Vorzugsweise im Innenbereich und nicht außen in der freien Natur. Zwar kann der Rauschzustand außen generell auch als positiv erlebt werden allerdings gibt es außen generell mehr potenzielle Störfaktoren. Generell gilt, konsumiere, nur wenn Du Dich in einer sicheren Umgebung befindest sowie Dich wohlfühlst.

Eine Möglichkeit, das Erlebnis angenehmer und entspannter zu machen, ist die Anwesenheit eines Tripsitters. Ein Tripsitter ist eine, meist nüchterne, Person, welche als Sicherheitsmaßnahme auf den Konsumenten während des Rausches aufpasst. Wie die meisten regelmäßigen Konsumenten bestimmt wissen, eignet sich hierfür am besten die oder der beste Freund oder andere eng vertraute Menschen.

Psyche und Umfeld sind in etwa die Richtlinien, die in Betracht gezogen werden sollten, um einen positiven bewusstseinserweiternden Zustand zu garantieren. Sie haben wissenschaftlich belegte positive Auswirkungen auf die Rauscherfahrung. Diese Richtlinien werden bereits seit Jahren von Psychotherapeuten, in der Psychotherapie und Psychonauten, in der Selbsttherapie eingesetzt.

Team: Psychoaktiv-Brain


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Kommentare: 1
  • #1

    An (Dienstag, 08 Januar 2019 15:07)

    Hallo,
    sehr gute Erklärung was Set und Setting angeht!

    echt Klasse!