Überdosis | Sucht | Editorial & Vorwort



"Wenn die Neugier sich auf ernsthafte Dinge richtet, dann nennt man sie Wissensdrang."

Zitat: Marie Freifrau von Ebner-Eschenbach

 

Drogen gehören bereits seit hunderttausenden von Jahren vor dem Menschen zu unserem Planeten, zu unserer Natur oder einfach gesagt zum Leben selbst dazu.

 

Ich weiß noch genau wie es damals mit vielleicht sieben oder acht Jahren angefangen hat, als mir das erste Mal bewusst wurde was zugeführte Substanzen mit dem menschlichen Körper und vor allem der Psyche anrichten können. Damals hatte ich unbewusst meinen ersten Alkoholrausch, als ich auf einer Familienfeier heimlich Wein getrunken habe. So etwas wurde in meinem damaligen Alter Gott sei Dank nicht alltäglich, allerdings wurde damit meine Neugierde was psychoaktive Stoffe und Substanzen angeht geweckt.

 

Schon von klein auf hatte ich immer ein offenes Ohr für Geschichten von komplett neuen Erfahrungen, Gefühlen und vor allem von neuen Bewusstseinszuständen. Meine Kindheit war ansonsten komplett normal und ereignislos, was wiederum diese Zeit so perfekt machte. Keine größeren Probleme in der Kindheit, keine streitenden oder sich trennenden Eltern, keine familiären Todesfälle und auch sonst keine traumatischen oder verstörenden Ereignisse. Nichts worauf der typische deutsche Mitbürger den Drogenkonsum eines anderen eventuell schieben könnte. Bis zum Anfang meiner Pubertät blieb es eigentlich auch bei dem eben angesprochenen ersten Kontakt mit Alkohol, danach ging es allerdings sehr schnell. In meinen nächsten Lebensjahren also im Laufe des Erwachsenwerdens probierte ich viele der bekanntesten psychoaktiven Substanzen aus. Der Forschertrieb hat mich gepackt, ich blieb selten länger bei dem Konsum derselben Substanz. Ich wollte ausprobieren und experimentieren um meine persönlichen Erfahrungen aus den erlebten Rauschzuständen ziehen zu können. Schon immer, dachte ich mir jeder Bewusstseinszustand kann, auf individuelle Art und Weise für den Menschen effektiv genutzt werden. Ich fing an mich vor, teilweise während und nach dem Konsum neuer oder bereits bekannter Substanzen über den jeweiligen Rauschzustand zu informieren. Ich wollte immer wissen was in meinem Körper passiert und vor allem warum es passiert.

 

Zwischen meinem 17. Und 18. Lebensjahr hatte ich dann meine schlimmste und gleichzeitig aber auch meine lehrreichste Erfahrung mit Drogen. Damals waren es die sogenannten „legal-high’s“, also eine Substanz aus der Drogengruppe der research chemicals. Auch nur ein Produkt, welches letztendlich aufgrund der sinnlosen und falschen Drogenpolitik entstanden ist. Die Kräutermischung, welche ich damals geraucht habe, besteht auch nur aus einer der vielen unerforschten psychoaktiven Substanzen, welche es zu erforschen gilt. Ich war damals dumm, unorganisiert und vor allem unprofessionellLange rede kurzer Sinn, ich bin einen Monat vor meinem 18. Geburtstag insgesamt dreimal in einer Nacht an einer Überdosis gestorben. Glück im Unglück ansonsten würde ich niemals hier sitzen und dieses Editorial verfassen. Seit dem Vorfall habe ich meinem Körper und meiner Psyche etwas Gutes getan und den Konsum aller Substanzen minimiert, ich rauche noch Zigaretten und trinke hin und wieder Alkohol.

Meine bereits gefütterte Neugier ist allerdings viel zu groß, ich möchte keine Selbstexperimente oder "Drogen Sessions" ausprobieren, ich möchte mein gesammeltes Wissen und meine Erfahrungen sinnvoll nutzen und gleichzeitig mehr von der unerforschten Welt der Psychedelika kennen lernen.

 

Es dauerte fast Vier Jahre bis mir nach meinem Unfall und meiner gewonnen Einsicht die Idee zu diesem Projekt gekommen ist: Psychoaktiv Brain. 







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