Substanz und Synonyme: Cannabis

Cannabis Sativa (wissenschaftliche Bezeichnung)

Marihuana

Weed

Hasch (Haschisch)

Peace

Gras

Pot

Dope

Shit

Brösel

Knaster

OG Kush

Ott

Peter

Dutch

 


Enthaltene Wirkstoffe: 

 

Haupt-Wirkstoff THC: 

 


Nachweisbarkeit:

 

Urin:

2-4 Tage (bei einmaligem Konsum; ca. einmal im Monat)

5-20 Tage (bei gelegentlichem Konsum; ca, drei bis fünf Mal im Monat)

8-12 Wochen (bei regelmäßigem Konsum; jeden zweiten Tag oder mehr)

 

Blut:

2-3 Tage (bei einmaligem Konsum; ca. einmal im Monat)

3-7 Tage (bei gelegentlichem Konsum; ca, drei bis fünf Mal im Monat)

bis zu 4 Wochen (bei regelmäßigem Konsum; jeden zweiten Tag oder mehr)

 

 

Haarprobe:

In allen Körperhaaren ist Cannabis praktisch zeitlich unbegrenzt nachweisbar!


Aussehen und Vorkommen:

 

 

Marihuana:

 

getrocknete Blüten und Blätter der weiblichen Cannabispflanze.

 

Haschisch:

 

gepresstes Cannabisharz der weiblichen Cannabispflanze.

 

Haschischöl:

 

dickflüssiges Extrakt aus Cannabisharz.


Konsumvarianten:

 

Beim rauchen/dampfen:

tritt die Wirkung innerhalb von 2-10 Minuten ein, hat ihren Höhepunkt bei 20-30 Minuten und hält ca. 1-5 Stunden an.

 

Beim oralen Konsum:

tritt die Wirkung innerhalb von 0,5-2 Stunden ein, hat ihren Höhepunkt bei 1,5-3 Stunden und hält ca. 10 Stunden an.


Wirkungen:

 

Bei dem Konsum jeder Substanz kommt es immer auf das

Set (inneres Wohlbefinden) und Setting (Einfluss der Umgebung) an.

Deshalb ist es besonders wichtig immer die richtige Ausgangssituation zu haben.

Die perfekte hingegen kann es niemals geben, Drogen wirken immer

unterschiedlich, kein Trip ist wie der andere.

Cannabis kann unter anderem Entspannend, Anregend, Schmerzlindernd und  beruhigend wirken. Außerdem können Sinnes schärfende, Aggressionshemmende und Kreativitäts fördernde Wirkungen auftreten. Teilweise kann es sogar zu leichten bis starken Visionen und leichte Halluzinationen kommen. 

 

Zusätzlich wird die Wirkung von Marihuana Bewusstseins auflösend, Aphrodisierend aber teilweise auch energetisch beschrieben. Es kann zum einen schwerer Übelkeit und/oder Brechreiz aber auch Asthma, Epilepsie und erhöhtem Augeninnendruck entgegenwirken.


Kurzzeitnebenwirkungen:

 

Bei Nebenwirkungen gilt immer, direkt bei den ersten Anzeichen

von Unwohlsein oder unerwünschten physischen- und/oder psychischen Wirkungen sofort   Kopf-, Nacken- und Unterarme kühlen. Außerdem schnellstmöglich

eine ruhige Umgebung zum beispiel an der frische Luft aufsuchen.

Als Kurzzeitnebenwirkungen während und/oder nach eines Cannabis Rausches können unter anderem Konzentrationsprobleme, eine starke Mundtrockenheit und eine Reizungen der Augen auftreten.

 

Zusätzlich tritt manchmal ein Schwindelgefühl ähnlich einer Art Benommenheit, Kreislaufprobleme, Herzrasen und teilweise Angstzustände auf. Mit einer zusätzlichen Belastung der Lunge sowie Übelkeit und Erbrechen kann ebenfalls selten gerechnet werden.


Langzeitnebenwirkungen:

 

Sämtliche Kurzzeitnebenwirkungen können länger, selbst bei Konsum pausen, und viel stärker auftreten. Dauerhafte Angstzustände oder dauerhafte Depressionen und Teilnahmslosigkeit sowie Antriebsminderung sind ebenfalls möglich. Zusätzlich kann eine herabgesetzte Belastbarkeit und eine dauerhafte Einschränkung des Kurzzeitgedächtnisses eintreten.


Bekannte Wechselwirkungen:

 

Der Mischkonsum von verschiedenen psychoaktiver Substanzen erhöht immer

das allgemeine Risiko des Konsums. Es werden teilweise die Wirkungen

verstärkt teilweise allerdings sogar gegenseitig unterdrückt.

Desweiteren sollte kein Mischkonsum betrieben werden,

da sich das Risiko sämtlicher Nebenwirkungen aller gemischten Substanzen

immer verstärkt. Wichtig ist, dass die Kombination von Substanzen welche

einer unterschiedlichen Wirkungs Gruppe unterteilt sind

immer ein enormes zusätzliches Risiko mit sich bringen.

Cannabis & Tabak:

Das Risiko von Übelkeit und Erbrechen wird erhöht. Außerdem fördert diese Kombination das Abhängigkeitspotential beider Substanzen, desweiteren wird die Cannabis Wirkung leicht unterdrückt.

 

 

 

Cannabis & Alkohol:

Die Alkoholwirkung wird deutlich verstärkt wobei die Cannabis Wirkung hingegen unterdrückt wird und dadurch weniger stark wahrgenommen  wird. Diese Kombination fördert sowohl Übelkeit und Erbrechen als auch gefährliche Kreislaufprobleme.

 

 

 

Cannabis & MDMA (Ecstasy):

Beide Wirkungen ergänzen und verstärken sich gegenseitig. Allerdings leidet das Kurzzeitgedächtnis unter dieser Kombination enorm.

 

 

 

Cannabis & Upper (Speed, etc.):

Diese Kombination Erhöht das Risiko von Kreislaufproblemen sowie das Risiko von Angstzuständen.

 

 

 

Cannabis & Halluzinogene (LSD,  etc.):

Cannabis und Halluzinogene verstärken sich gegenseitig stark was die Wirkung sowie die Nebenwirkungen angeht. Es erhöht außerdem das Risiko von Kreislaufproblemen und Angstzuständen.


Bekannte Streckmittel:

 


Rechtliche Situation:

 

Deutschland:

In Deutschland wird der bloße Konsum von Cannabis und anderen Betäubungsmitteln strafrechtlich nicht verfolgt. Dagegen ist der Anbau sowie die Herstellung, der Erwerb, der Besitz, der Handel sowie die Ein-, Aus- und Durchfuhr strafbar. 

 

Österreich:

In Österreich ist hingegen auch der bloße Konsum, da dieser auf den Besitz hinweißen könnte, verboten und wird strafrechtlich verfolgt. Natürlich ist auch hier

der Anbau, die Herstellung, der Erwerb, der Handel sowie die Ein-, Aus- und Durchfuhr verboten.

 

Schweiz:

In der Schweiz hingegen wird Cannabis laut Gesetz ähnlich stark verfolgt. Der Besitz, der Erwerb, der Anbau, der Handel, die Herstellung sowie die Ein-, Aus- und Durchfuhr wird strafrechtlich verfolgt besondern wenn der Vertrieb bzw. Handel nachgewiesen werden kann.

 

Der Konsum an sich wird nur mit Geldstrafen. Allgemein wird der Erwerb, der Anbau, die Herstellung, der Besitz sowie die Ein-, Aus- und Durchfuhr geduldet und nur mit einem Bußgeld bestraft sofern die Straftat nur für den Eigenkonsum bestimmt ist und die maximal grenze von 10 Gramm nicht übersteigt.

 

Selbst die Abgabe an dritte unter 10 Gramm, sofern dies unentgeltlich und nur für den gemeinsamen Konsum geschieht, wird nur mit einem Bußgeld bestraft.

 

Weltweiter Legalität Status:


Safer Use:

 

Generelle Safer-Use Regeln:

-Vermeide es wenn du dich schlecht fühlst, bei dem Konsum jeder Substanz kommt es immer auf das Set (inneres Wohlbefinden) und Setting (Einfluss der Umgebung) an.

 

-Achte darauf was du kaufst, nutze bei Möglichkeiten diverse Drogen schnelltest oder Streckmitteltests. 

 

-Jungen Menschen, besonders unter 21 raten wir generell vom Konsum psychedelischer Substanzen ab.

 

-Vermeide grundsätzlich den Mischkonsum verschiedener psychoaktiver Substanzen, Wechselwirkungen sind immer Riskant und Unvorhersehbar.

 

-Sofort bei den ersten Anzeichen von Unwohlsein oder unerwünschten physischen- und/oder psychischen Nebenwirkungen sofort Kopf-, Nacken- und Unterarme kühlen. Außerdem gilt immer eine ruhige Umgebung und frische Luft aufsuchen.

 

 

Tipp:

Gespräche mit guten Freunden und/oder dem Partner

helfen aus jedem schlechten Trip!

Cannabis Safer-Use Regeln:

 

-Auch Menschen mit psychischer Labilität oder psychischen   Erkrankungen oder bekannten möglichen Vorerkrankungen raten wir auch strengstens vom Cannabis Konsum ab. 

 

-Cannabis beeinträchtigt möglicherweise deine Konzentrations- und Merkfähigkeit. Konsumiere deshalb nicht in jeder Lebenssituation, in Situationen in welchen du auf deine kompletten Körperlichen und Geistigen Fähigkeiten angewiesen bist solltest du nicht konsumieren.

 

-Marihuana kann unter Umständen schimmeln, erkennbar an weiß-gräulichen "Spinnenweben". Oft hat es stellenweise braune oder schwarze Verfärbungen an den Blüten, verschimmeltes Gras sollte man nicht rauchen da es das Risiko von Vergiftungserscheinungen erhöht.

 

-Aktivkohlefilter filtern beim rauchen oder vaporisieren von Cannabis zusätzlich krebserregende Stoffe aus dem Gras.

 

-Wenn du von Cannabis runter kommst und nüchtern wirst, ruhe dich aus. Gönne deinem Körper immer ausreichend Schlaf, gesundes Essen und viel Trinken vor allem Wasser.

 

-Cannabis beeinflusst dein Reaktions-, dein Koordiantions- und dein Gleichgewichtsempfinden. Fahre niemals unter dem Einfluss von Cannabis ein Kraftfahrzeug.führe keine gefährlichen   Tätigkeiten aus.

 

-Achte darauf, dass Cannabis Konsum nicht alltäglich wird und somit deinen Alttag und dich negativ beeinflusst.

 


Safer Sex:

 

Wirkt Cannabis Konsum sexuell stimulierend, kann es vorkommen, dass Konsumenten Verhütungsmittel vergessen oder ignorieren. Achte immer auf geschützten Geschlechtsverkehr zum Schutz deines Geschlechtspartners und zu Selbstschutz zwecken.

 

Regelmäßiges Rauchen von Cannabis/Nikotin Mischungen kann außerdem zur Zeugungsunfähigkeit beider Geschlechter führen.

 

 

Auf puren Cannabis Konsum trifft das nicht zu!

(Diese Behauptung wurde zumindest bis jetzt nicht wissenschaftlich wiederlegt)

 

 

Feminin Special:

Die verhütende Wirkung der Pille kann durch regelmäßigen Cannabis Konsum beeinträchtigt werden. Dazu kommt die Tatsache, dass Cannabis-, Alkohol und/oder Nikotin oft gemischt konsumiert werden, was häufig ein starkes Schwindel- und Überlegenheitsgefühl hervorruft. Muss man sich deshalb innerhalb der Sechs Stunden nach Einnahme der Pille übergeben kann es sein, dass allgemein weniger Wirkstoff in den Blutkreislauf gerät.

 

Während der Schwangerschaft wird der in Cannabis enthaltene Wirkstoff THC über die Plazenta (der Mutterkuchen welcher das Embryo während der Schwangerschaft ernährt) an das ungeborene Baby weitergegeben. Ob die anderen in Cannabis enthaltenen Wirkstoffe ebenfalls an das Ungeborene weitergegeben werden ist bis jetzt noch nicht wissenschaftlich nachgewiesen. 

 

 

Ob Cannabis bzw. der Wirkstoff THC schädliche oder negative Auswirkungen auf den Embryo hat ist wissenschaftlich nicht bewiesen!  

 

 

Während der Stillzeit also unmittelbar nach der Geburt sollte ebenfalls dem Kindes wohl zuliebe auf Cannabis bzw. THC Konsum verzichtet werden. Während dieser Zeit ist die fettreiche THC-Konzentration im Blut noch viel höher. Daher wird ebenfalls viel THC an das Neugeborene oder Kleinkind abgegeben.


Quellen:

 







Haftungsausschluss:

Diese Seite bietet lediglich theoretische Informationen über psychogene Substanzen an. Informationen darüber wurden sorgfältig meist auf Basis wissenschaftlicher Quellen recherchiert. Für ihre Richtigkeit kann aber keine Haftung übernommen werden. Angaben zur Rechtslage können veraltet oder fehlerhaft sein, recherchiert diese also selber nach! Zu keinem Zeitpunkt ruft diese Seite zum aktiven Drogen kaufen illegaler Substanzen, deren Konsum oder etwaig illegalen Handlungen auf. Bitte informiert euch selbständig der Eigenverantwortung gemäß über die vorherrschende Rechtslage in eurem aktuellen Wohnland und handelt ausschließlich gesetzeskonform unter Beachtung der Safer-Use-Regel. Es wird keine Haftung für etwaig fehlerhafte Angaben zu Dosierung, Wirkung, Nebenwirkung, Erfahrungsberichten und sonstigen Informationen zu Drogen übernommen. Dieser Infoblog rät im Zweifelsfall bei unklarer Rechtslage selbst vom legalen Drogen bestellen ab. Liegt dies außerhalb des Willenshorizontes des Lesers, so sei dringend Safer-Use und autodidakte Selbstrecherche vor dem Konsum angeraten.Bist Du dir über dein Konsummuster im Unklaren oder befürchtest, abhängig geworden zu sein, so empfehlen wir die Konsultierung deines Hausarztes und das Aufsuchen einer Drogenberatungsstelle.